Ausschuss des Europaparlaments widmet sich der Waldorfpädagogik

Der Ausschuss für Kultur, Jugend, Bildung, Medien und Sport des Europaparlaments in Brüssel hat am 29. September 2003 zwei Vertreter des 'European Council for Steiner Waldorf Education' (ECSWE) angehört.

Vorausgegangen war eine jahrelange Lobbyarbeit des ECSWE mit Parlamentariern aller Parteien, um das Bewußtsein für eine Pädagogik zu stärken, die unter anderem ein europaweit kompatibles Curriculum anbietet. Auch der ehemalige Premierminister Frankreichs und Vorsitzende des Ausschusses, Michel Rocard, hatte sich für die Idee eines Gedankenaustausches im Rahmen einer Ausschußsitzung erwärmt und zeigte sich nach der Sitzung sehr zufrieden darüber, dass in den Plädoyers von Christopher Clouder und Isabelle Ablard-Dupin tiefere pädagogische Dimensionen anhand von prägnanten Beispielen zur Nachdenklichkeit stimmten. Viele Fragen zu diversen Aspekten des pädagogischen Konzeptes, den Formen der Ausbreitung, der Finanzierung und des Verhältnisses zum staatlichen Schulsystem zeugten von regem Interesse aus den Reihen der Abgeordneten. Der angebahnte Kontakt soll erhalten bleiben. Insgesamt wird es nötig sein, die Lobbyarbeit in Brüssel noch zu verstärken. Denn wer nichts sagt, kann auch nicht gehört werden.

Detlef Hardorp


Ausführlicher Bericht von Walter Hiller: "Michaeli in Brüssel"